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Unser Italien Roadtrip – Planung, Route und Tipps

Unser Italien Roadtrip - Planung, Route und Tipps


Wir haben nicht wirklich lange überlegt, wohin es für uns auf Hochzeitsreise gehen soll und deshalb unseren Italien Roadtrip Wunsch endlich umgesetzt. Schon immer wollten wir quer durch Italien fahren und dabei so viel wie möglich sehen. Von unserem ursprünglichen Plan, ein Wohnmobil zu mieten und damit Italien zu erkunden, sind wir zwar abgewichen, unsere Route aber blieb ziemlich so, wie wir sie uns von Anfang an vorgestellt hatten.

Unser Italien Roadtrip – Planung, Route und Tipps

Von Graz aus ging es durchs mystische San Marino bis nach Apulien, von dort aus weiter an die beliebte Amalfiküste bis in die Toskana und schließlich noch an den schönen Gardasee. In 18 Tagen haben wir so mit unserem Mietauto knapp 5000 km zurückgelegt. Es war ein wunderschöner Roadtrip, auf dem wie so viele unterschiedliche Seiten von Italien kennengelernt haben, und den wir so schnell nicht vergessen werden. Hach!

Weil so ein Roadtrip, wenn man die Zeit unterwegs gut nutzen und so viel wie möglich entdecken will, gut geplant werden muss, hab ich für dich in diesem Post ein paar Tipps dazu gesammelt. Ich verrate dir ein bisschen was zur Mietwagenbuchung für eine Auslandsfahrt, zur praktischen Planung eines Roadtrips und natürlich auch unsere Route, auf der wir in 18 Tagen Italien erkundet haben.

Unser Italien Roadtrip - Planung, Route und Tipps

Italien Roadtrip: Mietwagen buchen

Da wir selbst kein Auto haben und die Reise mit unserer kleinen Vespa zwar grundsätzlich möglich aber etwas (sehr haha) unpraktisch gewesen wäre, haben wir uns für ein Mietauto entschieden. Wir haben lange überlegt, ob wir uns ein Wohnmobil mieten, haben uns dann aber wegen den Kosten und unserer Unerfahrenheit damit dann doch dagegen entschieden. Am Ende war es ein Glück, denn Amalfi hätten wir damit wohl nicht erkunden wollen und auch sonst überall war es mit einem kleinen Auto viel einfacher. Wenn man geübter Wohnmobilfahrer und Camper ist, ist das bestimmt was anders. Aber wir als unerfahrene Wohnmobilfahrer wollten uns dann dieses Abenteuer gerade in unseren Flitterwochen doch nicht unbedingt antun.

Möchte man ein Auto mieten, ist eines absolut wichtig: eine Kreditkarte. Dabei spreche ich von einer echten Kreditkarte und nicht von einer Prepaid Karte, wie wir sie uns damals für unseren Urlaub in Thailand zugelegt haben.

Prepaid Kreditkarten sind für Onlineshopping ganz praktisch, für Reisen haben wir damit absolut keine guten Erfahrungen gemacht. Manchmal funktioniert die Prepaid Kreditkarte bei Reiseportalen oder Fluglinien, ein anderes Mal nicht. Wieso und wann das so ist, diese Frage konnte uns unser Anbieter leider auch nicht beantworten. Man muss sich also dabei sehr auf sein Glück verlassen, und das wollen wir auf keinen Fall und deshalb wird sie auch abbestellt und wir legen uns für alle zukünftige Vorhaben eine echte zu. Zwar kann bei einigen Mietwagenunternehmen das Auto mittels Überweisung bezahlt werden, die Bezahlung der Kaution ist aber in den meisten Fällen nur per Kreditkarte möglich.

Unser Italien Roadtrip - Planung, Route und Tipps

7 wichtige Fragen, die du dir bei der Buchung eines Mietautos stellen solltest:

  1. Welche Versicherungen sind im Preis inkludiert, gibt es einen Selbstbehalt und wie hoch fällt dieser aus?
  2. Sind alle Kilometer inklusive und geht sich die Anzahl für meinen Roadtrip aus?
  3. Darf man mit dem im Inland gemieteten Auto ins Ausland fahren? Gibt es dafür eine extra Gebühr?
  4. Brauch ich einen zusätzlichen Fahrer und ist dieser inklusive oder muss ich ihn extra bezahlen?
  5. Ist ein Navi, das zusätzliche Kosten verursacht nötig, oder verwende ich zur Navigation eine gute App?
  6. Wenn ich das Auto nicht am selben Ort abhole und zurückbringe, fallen zusätzliche Gebühren an?
  7. Wann muss das Auto zurückgegeben werden?

So kannst du bei der Buchung eines Mietautos Geld sparen

Generell zahlt sich aus verschiedene Portale miteinander zu vergleichen, denn die Preise variieren teilweise stark und direkt beim Anbieter sind sie oft am höchsten. Ein kleines Auto ist nicht nur günstiger im Verleih, es zahlt sich auch bei der Maut aus und man ist in Städten mit engen Gassen viel wendiger und damit sicherer unterwegs. Das gilt vor allem für die kleinen Städte im Süden von Italien und den abenteuerlichen Küstenstraßen an der Amalfiküste. Wir haben für 18 Tage knapp € 500 für unseren kleinen Ford Fiesta bezahlt.

Auch das Tanken ist in Italien um einiges teurer als in Österreich, mit einem kleinen Auto mit geringem Verbrauch kann man hier auch noch ein bisschen Geld sparen. Ganz interessant für uns war, dass das Tanken auf der Autobahn günstiger war als in den Städten. Den Vogel bei den Tankpreisen hat übrigens Positano abgeschossen: Hier kostet 1 Liter Benzin ganze € 2! Nicht vergessen darf man bei einem Roadtrip durch Italien die Autobahnmaut, die bei längeren Strecken doch etwas teurer werden kann.

Unser Italien Roadtrip - Planung, Route und Tipps

Italien Roadtrip: Unterkünfte buchen

Gerne hätten wir für den Roadtrip Airbnb ausprobiert, aber da wollte unsere Prepaid Karte leider nicht. Wegen unserem Prepaid Kreditkarten Problem haben wir uns bei der Buchung der Unterkünfte wieder einmal für Booking.com entschieden, wo wir bisher immer nur gute Erfahrungen gemacht haben. Hier funktioniert unsere Karte (fast) jedes Mal, bzw. kann man oft auch mit Überweisung oder aber auch bar vor Ort bezahlen.

Kennst du schon:   Die Farben der Riviera Opatija: ein kleiner Opatija Travel Guide

5 Tipps für die Buchung der perfekten Roadtrip-Unterkünfte

  1. Im Voraus buchen
    Eigentlich wollten wir losfahren, sehen wohin es uns treibt und dann vor Ort eine Unterkunft suchen – wie man es eben bei einem richtigen Roadtrip so macht. Da wir aber gerade für unsere Flitterwochen schöne Unterkünfte wollten und so viel Zeit wie möglich für Erkundungstouren, haben wir uns dann aber dagegen entschieden und alle Unterkünfte vorab gebucht. Unterkünfte im Voraus zu buchen spart nicht nur einiges an Zeit, sondern im Normalfall auch Geld, weil man online immer wieder gute Angebote bekommt.
  2. Unterkunft mit Frühstück
    Wir haben uns bei allen unseren Unterkünften für B&B entschieden, von denen es in Italien unzählige wirklich schöne gibt. Wir buchen am liebsten Unterkünfte mit Frühstück, weil es einfach praktischer ist und man morgens nicht erst einmal (hangry) nach was zum Essen suchen muss. So startet man gleich in der Unterkunft gut in den Tag und kann gestärkt mit den Ausflügen loslegen.
  3. Die Lage beachten
    Bei allen unseren B&B haben wir darauf geachtet, dass die Lage ideal für alle Ausflüge ist, die wir uns so vorgenommen haben. Dafür war manchmal ein bisschen Recherche nötig, aber am Ende hat sich diese auch wirklich ausgezahlt, wenn wir genau in der Mitte von unserem aktuellen Reiseziel waren.
  4. Bewertungen vergleichen
    Wir buchen, wie oben schon gesagt, aus mehreren Gründen sehr gerne über Booking.com. Dort schauen wir uns natürlich auch immer die Bewertungen an, die am Ende dann ausschlaggebend für unsere Buchung sind. Damit wir aber uns nicht auf die Meinungen von einem Portal verlassen müssen, checke ich immer zusätzlich noch zwei andere Bewertungsportale. Sehr praktisch dafür sind TripAdvisor, wo man auch Gästefotos sieht, und HolidayCheck.
  5. Preis/Leistung beachten
    Mit unserem zuerst festgelegten Budget von € 80/Nacht für zwei Personen im B&B mit Frühstück sind wir nicht immer ganz zurechtgekommen. Besonders in San Marino, wo die Auswahl an Unterkünften direkt in der Stadt nicht groß ist, kam uns die Nacht etwas teurer. Aus Erfahrung können wir jetzt sagen, dass auch noch im September ca. € 90 pro Nacht inkl. Frühstück realistischer sind, man um diesen Preis aber trotzdem was wirklich schönes in einer guten Lage bekommt.

Unser Italien Roadtrip - Planung, Route und Tipps

Italien Roadtrip: Unsere Route

Am Beginn unserer Planung unseres Italien Roadtrip stand viel auf unserer Liste, leider etwas zu viel. Es gibt einfach so viel Schönes zu entdecken, dass ich am liebsten nichts davon verpassen wollte. Aber man muss realistisch sein und sich ab und an auch ein paar Ruhetage gönnen. Deshalb haben wir unsere Liste nach langen Recherchen und einigen Überlegungen darüber, was wir wirklich unbedingt sehen wollten, nach und nach eingegrenzt. Ruhetage gab es, was ganz typisch für uns ist, trotzdem wenig ;)

3  hilfreiche Tipps für die Planung deiner Roadtrip Route

  1. Den Fokus des Roadtrips auf bestimmte Fixpunkte legen.
    Auch wenn viele interessante Orte am Weg liegen, oder „nur“ 2 Stunden entfernt, man kann einfach nicht alles sehen.
  2. Große Städte nicht unterwegs auf dem Weg zum nächsten Ziel anfahren.
    Wenn sie keine Fixpunkte der Reise sind und man sie nicht unbedingt sehen muss, streicht man große Städte besser von der Liste streichen und macht später mal einen Citytrip oder Reise dorthin.
  3. Fahrt-Tage einberechnen, an denen man nicht viel machen kann.
    Lange Autofahrten machen müde und man geht den restlichen Tag dann doch meist gemütlicher an und möchte nicht mehr viel anschauen oder erkunden.

 

Unsere Italien Roadtrip Route

Stop 1: San Marino

16. September von Graz nach San Marino | Fahrzeit: 7:01 Stunden (689,6 km)
17. September: San Marino

Zum Blogpost „Ein Tag in San Marino

Stop 2: Monopoli in Apulien

17. September: Von San Marino nach Monopoli in Apulien | Fahrzeit: 6:04 Stunden (618,3 km)
17. bis 22. September: Monopoli

Zum Blogpost: „7 Städte in Apulien die du besuchen solltest

Stop 3: Sorrent an der Amalfiküste

22. September: Von Monopoli nach Sorrent | Fahrzeit: 4:17 (345,6 km)
22. bis 27. September: Sorrent

Stop 4: Florenz in der Toskana

27.September: Von Sorrent nach Florenz in der Toskana | Fahrzeit: 5:23 (508,8 km)
27. bis 30. September: Florenz

Stop 5: Sirmione am Gardasee

30. September: von Florenz nach Sirmione am Gardasee | Fahrzeit: 2:47 (252,4 km)
30. September bis 3. Oktober: Sirmione am Gardasee

Meine liebsten Roadtrip Songs findest du auf meiner Spotify Roadtrip Playlist.

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6 Kommentare

  • Reply
    Carrie
    25. Oktober 2017 at 18:08

    Großartiger Beitrag und sehr coole Pics meine Liebe! Danke für deine tolle Tipps
    http://carrieslifestyle.com

  • Reply
    Claudia
    26. Oktober 2017 at 10:44

    da sind ein paar tlle tipps dabei! mein freund und ich sind im sommer mal in einem hotel in st. johann in tirol gewesen und uns hat die gegend so gut gefallen, dass wir auch über einen roadtrip nachdenken, da es noch schöner wäre flexibel zu sein und nicht immer an einen ort gebunden!
    LG Claudia

  • Reply
    Carolin
    28. Oktober 2017 at 22:39

    Italien ist immer eine gute Idee, denn das Land hat einfach so viel zu bieten! Ich war Anfang September selbst in Florenz und habe mich sofort in die Stadt verliebt. :)

  • Reply
    Italien Roadtrip: Ein Tag in San Marino - provinzkindchen
    6. November 2017 at 17:30

    […] Tag in San Marino war der erste Halt unseres Flitterwochen Italien Roadtrip. Ich kann dir einen Besuch wirklich nur empfehlen, es wird dir gefallen. Aber überzeug dich […]

  • Reply
    7 Städte in Apulien die du besuchen solltest - provinzkindchen
    5. April 2018 at 17:30

    […] unserem schönen Italien Roadtrip im September habe ich euch bisher nur von unserem ersten Stop in San Marino erzählt. Heute möchte […]

  • Reply
    Where To Stay: Apulien - Bed and Breakfast Don Giovanni Monopoli - provinzkindchen
    16. April 2018 at 17:30

    […] meinem letzten Post von unserem Italien Roadtrip habe ich dir bereits unseren zweiten Stopp und damit 7 wunderschöne Städte in Apulien […]

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